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Auf der gesellschaftlichen Ebene ist das komplizierter. Man kann sich nicht einfach aus einer Gesellschaft herausbegeben und sie von außen betrachten. Man ist immer Teil des Systems, das man beobachtet. Von Foerster hat das nie als Problem beschrieben – er hat es als die Bedingung der Möglichkeit jeder ehrlichen Erkenntnis verstanden.
Aber was bedeutet gesellschaftliche Metaposition dann?
Ich würde sagen: Es beginnt mit dem Bemerken. Dem Bemerken, dass das, was als normal gilt, eine Konstruktion ist. Dass die Sprache, die wir sprechen, Hierarchien einschreibt. Dass die Frage „wer entscheidet?" immer auch die Frage „wessen Erfahrung gilt als Grundlage für Entscheidungen?" enthält.
Mechtild Reinhards Bezugssystem-Modell bietet hier eine praktische Orientierung. Sie beschreibt einen Bezugspunkt – einen eigenen, inneren Ankerpunkt, von dem aus man sich in beide Bezugssysteme hineinbewegen kann, ohne den Faden zu verlieren. Nicht das eine wählen und das andere verwerfen. Sondern: schwingungsfähig bleiben, mit einem klaren Bezugspunkt.
Gesellschaftlich übersetzt: Wer einen inneren Bezugspunkt hat – eine klare Ausrichtung daran, was stimmig ist, was Würde erhält, was wirklich gebraucht wird –, kann sich in Systemen bewegen, die durch andere Regeln organisiert sind, ohne von ihnen vollständig absorbiert zu werden. Das ist keine perfekte Lösung. Es ist ein Anfang.
Und vielleicht ist dieser Anfang genau das, was in Beratung, Therapie und Führungsentwicklung am ehesten geübt werden kann: nicht die große gesellschaftliche Transformation – die geschieht durch viele solcher Anfänge –, sondern das Entwickeln von Beobachterposition, von innerer Stimmigkeit als Maßstab, von der Bereitschaft, das Selbstverständliche als Konstruktion zu befragen.